Anzenkirchen

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Verbände/Gruppen in Anzenkirchen

Die Pfarr­kir­che St. Laurentius

Anzenkirchen Kirche

Die Geschich­te der kirch­li­chen Gemein­de lässt sich bis vor das Jahr 1000 zurück­ver­fol­gen. Damals haben ver­mut­lich ein Anzio und sei­ne Sip­pe bei ihrem Sitz eine Kir­che erbaut. Davon erhielt der Ort sei­nen Namen. Die Kir­che wur­de 1138 erst­mals als Kir­che des Anzio urkund­lich erwähnt.
Die Kir­che, ursprüng­lich ein Holz­bau, wur­de wahr­schein­lich um 1290 aus Stein neu auf­ge­baut. Im Jahr 1720 schreibt der kur­fürst­li­che Kup­fer­ste­cher Micha­el Wenig, dass der Sitz (Schloß) Anzen­kir­chen schon lan­ge ver­fal­len sei. Als blei­ben­de Erin­ne­rung an das Schloß ist das jet­zi­ge Pres­by­te­ri­um der Kir­che erhal­ten, wel­ches aus dem 15. Jahr­hun­dert stammt und damals die Schloß­ka­pel­le gewe­sen sein soll. 

Laut einer Pfarr­be­schrei­bung aus dem Jah­re 1751 gehör­te die Fili­al Änzenkhir­chen“ seit Ende des 10. Jahr­hun­derts zur Pfarr Trüff­tern“ und gleich­zei­tig auch zum dama­li­gen Deka­nat Triftern. Die Got­tes­diens­te hielt ein Kaplan aus Triftern.
Im Jahr 1878 wird die Pfarr­kir­che unter Ver­wen­dung des aus dem 15. Jahr­hun­dert stam­men­den Pres­by­te­ri­ums im neu­go­ti­schen Stil neu erbaut und der Fried­hof wird erwei­tert. Der Glo­cken­turm trägt vier Glo­cken und hat eine Höhe von 37 Meter. Das ver­gol­de­te Kreuz an sei­ner Spit­ze ist 2 Meter hoch. Die Kir­che weist mit dem Altar­raum nach Osten, in die Rich­tung des Son­nen­auf­gangs.
Auf­grund der auf­stre­ben­den Ent­wick­lung des Ortes bil­de­te sich ein Komi­tee zur Errich­tung einer Expo­si­tur. Die­ser Wunsch wur­de von Diö­ze­san­bi­schof Anto­ni­us von Hen­le am 16.12.1901 erfüllt und der ers­te Expo­si­tus ange­stellt. Das Pfarr­haus wur­de 1902 fer­tig­ge­stellt.
Am 19.03.1921 wur­de mit Geneh­mi­gung des Baye­ri­schen Innen­mi­nis­te­ri­ums die Pfar­rei Anzen­kir­chen kano­nisch errich­tet und damit selb­stän­di­ge Pfar­rei mit einem eige­nen Pfar­rer. Nach der Reno­vie­rung der Kir­che, wur­de die­se am 22.08.1927 von Bischof Sigis­mund Felix Frei­herr von Ow geweiht.
Namens­pa­tron ist der hei­li­ge Lau­ren­ti­us, der der Legen­de nach leben­dig auf einem Rost gebra­ten wur­de, weil er dem Kai­ser Arme, Wai­sen, Kran­ke, Wit­wen, Blin­de und Lei­den­de aller Art als den wah­ren Schatz der Kir­che prä­sen­tier­te.
Bei der Innen­re­no­vie­rung im Jah­re 1986 wur­den die bei­den Sei­ten­al­tä­re, die Jah­re zuvor ent­fernt wor­den waren, nach alten Vor­la­gen nach­ge­baut und wie­der auf­ge­stellt.
Bei der Außen­re­no­vie­rung im Jahr 2000 fand man in der ver­gol­de­ten Kugel des Turm­kreu­zes alte Mün­zen und Urkun­den als Zeit­zeu­gen aus den Jah­ren 1878, 1923 und 1951. Im Jahr 2010 wur­de die Sakris­tei reno­viert und moder­ni­siert.
Am 1.9.2010 wird ein Pfarr­ver­band mit den Pfar­rei­en Triftern, Neu­kir­chen und Anzen­kir­chen gebil­det und der seit eini­gen Jah­ren bestehen­de Pfarr­ver­band Hirsch­bach-Anzen­kir­chen gleich­zei­tig aufgelöst.